Menzenberger Musikfestival 2008
Am 21. Juni fand die 2. Matinee im Rahmen des Menzenberger Musikfestivals der jungen Künstler unter Leitung von Herrn Artur Betz statt: Die 3. Matinee "Auf den Spuren von Musikgrößen" findet statt am Samstag 20.9.2008 um 11.00 Uhr als Schülermatinee, 190 Jahre nachdem Karl Simrock, der frischgebackene Jurastudent mit Germanistik im Beifach an der neugegründeten Hochschule in Bonn, wohl schon so manche fröhliche Runde im Weingut Menzenberg verbracht hatte, dort, wo er in unmittelbarer Nachbarschaft später als der jüngste Sohn des Musikverlegers Fritz Simrock auf einem Teilstück aus dem Nachlaß seines Vaters das Haus Parzival als Sommersitz bauen ließ.
Auf den Spuren von Dichtern und Musikgrößen lassen junge Musiker am Ort des Verweilens großer Künstler, Denker und Dichter etwas wieder erklingen, dass uns, auf historischem Boden, an einem Ort, der , vor und in der Zeit des Jugendstils, durch Karl Simrock für Brahms, die Grimm-Familie und andere Größen seiner Zeit ebenso bekannt war wie Salzburg oder Verona, einen besonderen musikalischen Genuß erleben läßt. Mag damit auch ein Gefühl der Bescheidenheit aufkommen, dass auch bei den jungen Künstlern Kräfte freisetzt, die uns, dem Besucher schlummernde Grö0e und die Projektion vergangener Größe in die Gegenwart entdecken läßt.


Projektleitung: Artur Betz (Bonn International School - Musikschule der Beethovenstadt Bonn)
Es war Karl Simrock, der Germanistikprofessor aus Bonn, der ein paar Schritte vom Weingut Menzenberg entfernt seine Sommerresidenz errichtete und seinen eigenen Weinberg mit dem Menzenberger Rotwein, dem Eckenblut (nach Simrock aufgrund einer Schlacht des Eckardt von Bern hier am Menzenberg), bewirtschaftete. Befreundet mit den großen Dichtern seiner Zeit und deren Familien, auch mit den Goethes und mit den Musikgrößen seiner Zeit, die im Simrock-Verlag seines Vaters verlegt wurden, holte Simrock alles zum Menzenberg, was zu seiner Zeit Rang und Namen hatte. Im Simrockverlag wurden neben Brahms auch Beethoven und Bach verlegt. Karl Simrock hatte auch Kontakt zu Nietsche und Wagner.


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